Wieder daheim

Wieder daheim

Das war es also. Unsere Reise durch 7 Länder ist nach 10 Wochen vorbei und wir haben vieles gesehen, vieles entdeckt, vieles gelernt und vieles erlebt. Wir haben wunderschöne Landschaften gesehen, so viel Leckeres gegessen, in fremde Kochtöpfe geschaut, die oft sehr bewegende Geschichte der Länder kennengelernt. Viele Menschen haben uns ihre Türen und Herzen geöffnet und von ihrem Weg erzählt.

Wir haben auf unserem Weg viel Armut, aber auch viel Reichtum gesehen. Wir haben gesehen, wie glücklich wir uns im Westen schätzen können – per Zufall in einem Teil der Welt geboren zu sein, in dem man genug zu Essen, finanzielle Hilfen bei Problemen, fließend Wasser, eine funktionierende Kanalisation und Müllabfuhr, Rechtsstaat, Pressefreiheit und Datenschutz sowie eine vergleichsweise gut funktionierende Verwaltung hat. Wie gut es auch ist, dass wir in einem Teil der Welt leben, in dem die Unterschiede zwischen den 1% und den 99% (noch) nicht ganz so groß sind.

Die Reise hat uns wieder ins Bewusstsein gerückt, wie privilegiert wir doch sind. Wir haben so viele Menschen getroffen, die es nicht mal in die Hauptstadt des Landes, ja vielleicht nicht einmal in die nächstgrößere Stadt schaffen in ihrem ganzen Leben, für die Reisen in ferne Länder ewig währende Träume bleiben. Zwei Tage lang sind wir in Myanmar gewandert – mit einem Menschen aus einem Dorf, in dem es eben noch kein fließend Wasser gibt, man zum Toilettengang in ein kleines Häuschen geht und das Wasser zum Trinken vom Brunnen im Nachbardorf geholt wird. Es fällt nun viel schwerer, das zu vergessen und man wünscht sich, dass alle Gegner von Menschen- und Nächstenliebe einmal 2 Wochen in solchen Regionen verbringen. Um zu sehen, wie Menschen woanders leben und wie herzlich Menschen doch überall auf der Welt sind. Man hat uns so herzlich in fremden Tempeln, Moscheen und Kirchen empfangen, man hat uns gegrüsst, zugewunken und von Herzen kommendes Lächeln geschenkt. Und ja – das akute Thema der Flüchtlinge war auch auf unserer Reise Thema. Immer wieder wurden wir von anderen Reisenden angesprochen – wie das so wäre mit den Flüchtlingen. Deutschland wurde meistens gelobt für das, was passiert. Dafür, dass unsere Kanzlerin viel Nächstenliebe zeigt und dass wir auf einem schweren und doch so richtigen Weg sind.

10 Wochen klangen am Anfang so viel. Kennt ihr das Gefühl, wie schnell ein 2- oder 3-Wochen-Urlaub vorbeigeht? Wenn man nach der Hälfte schon das Gefühl hat, dass nun die letzten Tage kommen und man eigentlich noch länger in der Ferne bleiben möchte? Wir hatten nach 5 Wochen das Gefühl, dass wir noch soviel Zeit haben und nach den 10 Wochen nun auch das Gefühl, dass es okay ist, wieder nach Hause zu fahren (ehrlich gesagt können wir uns nun weniger vorstellen, für ein oder mehrere Jahre durch die Welt zu reisen – auch ein befreiendes Gefühl).

Unsere Reiseroute hätten wir im Nachhinein lieber etwas abgewandelt. Am Ende – wenn die Puste schon etwas raus ist – erst durch Angkor Wat und dann durch Kuala Lumpur & Singapur zu spazieren, war schon anstrengend. Vor allem, weil wir davor ja relativ tiefentspannt waren. So war es jetzt auch Okay – aber beim nächsten Mal würden wir den Strandurlaub lieber nach hinten verlegen. Eine mögliche Route wäre vielleicht ein Flug nach Yangon, zwei Wochen in Myanmar, dann weiter nach Kambodscha, Halbzeit am Strand in Phu Quoc, Vietnam nach Oben reisen, durch Laos und Kambodscha und dann durch Thailand inkl. Bangkok und am Ende auf einer Insel dort relaxen. Singapur und Kuala Lumpur lohnen sich für zwei Nächte – das ist aber schon grenzwertig und etwas anstrengend. Die beiden Städte könnte man spontan je nach Lust & Laune oder Flugangeboten einplanen und z.B. von Bangkok, Siem Reap oder Ho-Chi-Minh-City (von diesen Städten gibt es mehr Flüge!) dort hinfliegen.

Julia und ich haben auch dazu gelernt. Gelassenheit vor allem. Der Bus kommt nicht, er kommt zu spät, er fährt anders, als man es vermutet. Irgendwie kommt man immer ans Ziel und viel Planung wäre am Anfang gar nicht notwendig gewesen. Man muss auch nicht immer alles verstehen, was passiert. Eine schöne Erfahrung war es auch, andere Reisende auf dem Weg kennenzulernen und mit ihnen einen Teil des Weges zu reisen. Wir haben neue Freunde in Bristol, Luzern, Buenos Aires, Montreal, Connecticut oder München gewonnen.

Wir haben auf Schiffen den Ayeyarwady in Myanmar und den Mekong in Laos befahren, wir sind auf einem Boot zum Sonnenaufgang über den Inle Lake geschippert. Wir haben in Bussen den einen oder anderen Überholvorgang überlebt und Landschaften an uns vorbei ziehen gesehen, Flugzeuge haben uns sicher in ferne Länder gebracht, wir sind stundenlang in oder mit Tuk-Tuks, Taxis, Motor-Taxis, Mopeds, E-Scootern, Kutschen und Fahrrädern durch die Gegend gefahren, wir sind 2 Tage durch glühende Hitze gewandert und sind in den 70 Tagen je Person etwa 1.000.000 Schritte gelaufen (danke fürs Mitzählen, Fitbit!).

Zu den schönsten Orte unserer Reise gehören einige Großstädte: das dynamisch-wachsende Phnom-Penh, die eher beschauliche Hauptstadt Vientiane, das Essens-Paradies Bangkok und am Ende Kuala Lumpur. Besonders gut hat es uns in Kleinstädten gefallen – in Chiang Mai im Norden von Thailand, im beschaulichen Luang Prabang, im schön beleuchtenden Hoi An (trotz des miesen Wetters) oder in Kampot. Kulturell besonders faszinierend waren Bagan & Angkor Wat und landschaftlich wunderschön die Halong-Bucht in Cat Ba. Traumhaft war schließlich der Strand-Aufenthalt auf der Insel Phu Quoc.

Julia und ich haben überlegt, ob wir die besuchten Länder mit genau einem Wort beschreiben können – mit einem Attribut, welches es für uns persönlich ausgezeichnet hat. Myanmar war Abenteuer, Thailand steht für Essen, Laos eher für Gemütlichkeit, Vietnam für die bezaubernde Landschaft, Kambodscha für Menschen, Singapur für Fortschritt und Kuala Lumpur für den schönen Infinity-Pool, den wir dort im Hotel hatten 🙂

Wir sind dankbar, dass wir das alles erleben durften. Dankbar auch dafür, dass wir keine großen Probleme hatten. Nun sind wir wieder daheim und der Alltag hat uns bald wieder. Diesen Blog werden wir offen halten – als Quelle für andere Reisenden und natürlich, damit wir hin und wieder in den Erinnerungen schwelgen können.

Danke dafür, dass ihr Teil unserer Reise gewesen seid!

Fazit: Laos

Fazit: Laos

Mit unserem Flug von Vientiane nach Hanoi endete unsere Zeit in Laos. Es ist damit nach Myanmar und Thailand wieder einmal Zeit, Abschied von einem Land zu nehmen.

Laos hat uns beiden supergut gefallen. Sowohl die Landschaft, die besuchten Städte Luang Prabang und Vientiane als auch die Laoten haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Offiziell heißt das Land Laos P.D.R. – die Abkürzung steht für „People`s Democratic Republic“. Inoffiziell gibt es allerdings auch die Erklärung „Please don`t rush“. Das trifft es sehr gut – in Laos geht es einfach etwas gemütlicher und weniger hektisch zu. In Luang Prabang leben etwa 47.000 Menschen – es hat sich manchmal angefühlt, durch ein größeres Dorf zu laufen, wenn wir immer wieder Leute vom selben Slow Boat getroffen haben. Auch Vientiane war für eine asiatische Stadt mit 800.000 Einwohnern nicht so hektisch wie viele andere Metropolen in Südostasien.

Auch die Laotische Küche hat uns sehr gut gefallen. Überall gibt es Straßenküchen – wenn auch vielleicht nicht ganz so zahlreich und vielfältig wie in Thailand. Dafür gibt es viele gute Restaurants mit annehmbaren Preisen (die wir aber eher gemieden haben).

Die Laoten waren sehr freundlich zu uns (bis auf diese eine Erfahrung im Bus), mit einem sehr herzlichen Lächeln und mit vielen schönen Erfahrungen hier und dort.

Betroffen gemacht hat uns die Geschichte des Landes – es ist traurig, dass dieses Land so doll bombardiert wurde und noch auf Jahrzehnte nicht geräumt von Minen sein wird.

Julia und ich haben darüber diskutiert, welches Land wir eher nochmal besuchen würden – Laos oder Thailand. Laos ist von den Menschen wie gesagt sehr herzlich und landschaftlich so wunderschön, jedoch kulturell und kulinarisch nicht so abwechslungsreich wie Thailand. Dort gäbe es noch so viel zu entdecken. Aber wir haben schon irgendwie den Wunsch, nach vielen anderen Reisen vielleicht noch einmal in dieses kleine Land am Mekong und dem vielen Dschungel zu kommen.

Vientiane

Die Fahrt von Luang Prabang nach Vientiane

Da wir wussten, dass es so oder so schrecklich wird, haben wir den günstigsten Bus gewählt. Und es wurde schrecklich. Nicht schrecklich-schrecklich wie in vielen Blogeinträgen aber Schlagloch-schrecklich. Während der Fahrt von Luang Prabang nach Vientiane haben wir gefühlt die Hälfte der Schlaglöcher in Laos kennengelernt. Immer wieder gab es große Rucks und man musste auf seinen Kopf gut aufpassen. Auch Julia hatte keine schöne Buserfahrung – neben ihr saß ein sehr aufdringlicher Laote, der sehr touchy war und aufdringliche Fragen stellte. Auf halbem Weg bei Vang Vieng wurde es dann leerer im Bus und wir konnten uns etwas entzerrt hinsetzen. Froh über unsere Ankunft ging es dann mit dem Tuk-Tuk in die Stadt (20.000 Kip pro Person). Da wir so geschafft und außerdem noch etwas angeschlagen waren, sind wir an diesem Abend keine 500 Meter mehr und nur zum nächstbesten Straßenimbiss gelaufen.

Tag 1

Am nächsten Morgen wechselten wir erst einmal das Hotel – die Zimmer in unserem ersten (Auberge Sala Inpeng) gefielen uns leider nicht und das Preis-Leistungs-Verhältnis war eher nicht so gut. Im neuen Hotel hatten wir dann für die Hälfte des Geldes schönere Zimmer und zudem einen Pool! Das haben wir auch gleich ausgenutzt und ein paar Stunden am Pool verbracht. Nachmittags bestiegen wir den Triumphbogen (Patuxay) der Stadt und genossen die schöne Aussicht. Den Zement für den Triumphbogen hatten die USA übrigens eigentlich für den Bau eines neuen Flughafens gespendet… 😉 Anschließend ging es zum Mekong, wo wir auf dem Nachtmarkt schlenderten und den Sonnenuntergang genossen. Lustigerweise fand direkt neben uns eine Open-Air-Fitness-Session statt. Zu lauten Technobeats gab es einige Vorturner und etwa 100 Laoten, welche die Bewegungen nachmachten. Das war ein lustiger Anblick – aber auch schöne Idee, sich unter freiem Himmel mit Ausblick auf den Mekong zum Sport zu verabreden. Wir waren vom Anblick ganz müde geworden und stärkten uns in einem kleinen laotischen Familienrestaurant, bei dem wir Rice Egg Vegetables (etwas sauer, aber sehr lecker!) und eine vietnamesische Nudelsuppe löffelten.

Tag 2

Am nächsten Tag war dann mehr Kultur angesagt. Zunächst ging es zum Pha That Luang. Hierbei handelt es sich um einen goldenen Stupa und das wichtigste Monument von Laos – wir waren (vielleicht aufgrund unserer großen Wat-Erfahrung!) eher semi-beeindruckt. Weiter zog es uns zum Cope Center. In diesem geht es um die Folgen der Überschüttung von Laos mit Cluster-Bomben während des Vietnam-Krieges durch die USA. Laos ist das meist bombardierte Land der Welt bezogen auf die Bevölkerungszahl. Da viele der Bomben (bis zu 30%!) nicht explodierten, gibt es überall im Land noch die Gefahr, Blindgänger zu finden und durch diese getötet oder verstümmelt zu werden. Oft sind es Kinder, welche diese Minen finden und da sie mit dem Metall der Bomben ihre Familien oft monatelang ernähren können, sich der Gefahr einer Explosion aussetzen. Oder Bauern, die bei der Feldarbeit Opfer einer bisher nicht geräumten Mine werden. Trotz der Bemühungen der Regierung und diverser NGOs (Räumung der Minen, Aufklärung in Schulen usw.) gibt es nach wie vor 100 Tote jedes Jahr und seit dem Vietnam-Krieg natürlich viele angehäufte Schicksale. Das Cope-Center informiert gut über die Ereignisse, die Betroffenen und wie ihnen geholfen wird. Wir sahen zudem eine sehr sehenswerte australische Dokumentation „Bomb Harvest“ von 2007. Darin geht es um die Räumarbeiten und wie Laoten dafür geschult werden.

Nach dieser eher traurigen Geschichtsstunde ging es für uns in das moderne Vientiane Center. Hier konnten wir eher neuerer Geschichtsschreibung beiwohnen. So kamen wir passenderweise zu einer Feierstunde/ Pressekonferenz der laotischen Fußball-Premier-League, die entweder ganz neu ist oder ihre neue Saison eröffnete – das konnten wir nicht genau herausfinden. Es waren lauter Journalisten, Miss Laos und von jedem Verein der Liga mindestens ein Spieler anwesend. Lustigerweise standen rund herum nur wenige Zuschauer. Man stellt sich vor, wie der DFB in einem Einkaufscenter in Berlin die neue Saison eröffnet und dazu jeder Verein einen Star schickt. Ob an der Seite auch nur 20 Zuschauer stehen würden? Das Center selbst war hochmodern – sehr beeindruckend war zum Beispiel das Kino, bei dem der Marmor-Boden (?) nur so glänzte. Eine kleine Anekdote noch. Ich entschied mich für ein Mittagessen in dem Center. Als ich am Essen war, informierte mich Julia über die Aktivitäten der Bediensteten, welche mein Essen zubereitet hatte. Sie war abwechselnd mit der Pflege ihrer Finger, der Reinigung ihrer Nase und dem Ausdrücken von Pickeln beschäftigt. Ob man McDonalds-Mitarbeiter in Deutschland hier anders schult oder hat jemand von euch schon mal einen Mitarbeiter am Tresen stehen gesehen, der solche Aktivitäten vornahm? Da war die kleine Kakerlake, die neben unserem Tisch umherlief (trotz der eigentlich vorherrschenden Sauberkeit hier!) irgendwie nur noch eine Randnotiz. Bon Appetit!

Anschließend ging es zum Mekong-Strand –  der Fluss fließt weit von der eigentlichen Promenade entfernt. Man läuft durch Staub und einige Dünen zu einer Art Strand, um am Wasser anzukommen. Von dort beobachten wir die untergehende Sonne, um dann nach einem Abendessen in einer Straßenküche zu unserem Hotel zurückzukehren.

Tag 3

Am letzten Tag war dann größtenteils Erholung angesagt. Erst lagen wir ausführlich am Pool oder plantschten im erfrischenden Wasser, dann ließen wir uns um die Ecke massieren. Interessant war, dass es sich hier um blinde Masseure handelte. Abends sind wir dann nochmal in die Stadt, um unsere tägliche Dosis Nachtmarkt bzw. Straßenküche zu bekommen.

Luang Prabang

Luang Prabang

Unsere Augen blicken nach links und rechts. Überall sehen sie dieses wunderschöne türkisblaue Wasser. Das Wasser sucht sich seinen Weg in die Tiefe und lässt uns als Beobachter beeindruckt zurück. Die Kuang Si Wasserfälle fließen über dutzende Höhenmeter und über viele Ebenen durch den grünen Dschungel bei Luang Prabang. Man sieht Kaskaden, Brücken, Bäume, und eben viel türkisfarbenes Wasser. Wir sind wieder einmal sehr glücklich, dass wir all dies erleben dürfen.

Aber zurück an den Anfang. Nach der aufregenden Slow Boat Fahrt über den Mekong sind wir im beschaulichen Luang Prabang angekommen. Eigentlich wollten wir nur 3 Nächte hierbleiben – aber die am Mekong gelegene, mit ihren 47.000 Einwohnern gut überschaubare Stadt sowie unser Hotel haben uns so gut gefallen, dass wir gleich noch eine Nacht drangehängt haben.

Am Donnerstagabend nach unserer Ankunft sind wir am Fluss entlanggelaufen, um den letzten Sonnenstrahlen des Tages beizuwohnen. Die vielen Restaurants lassen wir links liegen und gehen lieber zum Nachtmarkt, wo wir auch speisen und unsere Teller mit leckeren, vegetarischen Gerichten befüllen.

Tag 1 – Die Stadt Luang Prabang

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück mit Cara und Sabrina verabredet. Die beiden haben wir im Minibus nach Chiang Khong kennengelernt. Gemeinsam wollen wir heute die Stadt entdecken und wandern zunächst zum Palast. Dort angekommen stürmt uns schon der erste Tourist etwas verärgert mit „Closed!“ entgegen. Wir trauen der Lage nicht so ganz und laufen durch den kleinen Park und einmal um das Haus herum – überall sind die Türen und Fenster geschlossen. Seltsam! Im Park entdecken wir dann eine Gruppe von Damen, die gerade ihr Mittagessen aufbauen. Dort erklärt man uns, dass gerade Mittagpause ist. Ah, gut zu wissen. Die Informationspolitik ist wie überall leicht verbesserungswürdig. Ein kleines Schild mit den Öffnungszeiten bzw. der Mittagspause am Eingang hätte uns ja schon sehr geholfen. Aber gut – da die Wege nicht weit sind, laufen wir eben erst einmal zum Wat Xieng Thong. Hierbei handelt es sich um eine sehr schöne Tempelanlage, die sich durchaus von anderen Wats abhebt – sehr schön sind auch die derzeit rot blühenden Bäume auf dem Gelände. Toll anzusehen das alles!

Zurück geht es zum königlichen Palast. Hier residierte die Königsfamilie von Laos – bis sie 1975 abgesetzt und an einem anderen Ort unter Hausarrest gestellt wurde. Der Palast ist eher eine größere Villa – imposant ist ein großer Raum, der im feinsten rot erstrahlt. Auch die Schlafzimmer sind ungewöhnlich groß. Kann man ansehen – muss man aber nicht unbedingt gesehen haben.

Als wir wieder draußen sind, fällt uns auf, dass wir mehr oder weniger von einem Laoten mit einem Regenschirm verfolgt werden. Dieser war uns schon morgens am Fluss aufgefallen –  aus weiterer Distanz näherte er sich den Mädels bis auf – ohne Übertreibung – zwei Meter, glotzte dann ungeniert etwas und entfernte sich dann wieder. Am Palast und noch einmal später haben wir ihn dann erneut erblickt und hatten das Gefühl, er verfolgt uns. Wir haben dann einfach beschlossen, ihn für einen unfähigen Agenten zu halten.

Zum Sonnenuntergang ging es dann auf den Mount Phousi. Dieser Berg bietet eine gute Aussicht auf den Fluss und so wird er zur Sonnenuntergangszeit von Touristen überrannt. Hier beobachteten wir, wie die Sonne erst orange und dann glühend rot wurde und schließlich schon weit über dem Horizont im Dunst (Staub?) versank. Zum Abschluss des Tages gab es diesmal erneut einen Teller vom Nachtmarkt – danach ging es früh ins Hotel.

Tag 2 – Der Wasserfall

Schon gestern hatten wir zu viert mit diversen Tuk-Tuk-Fahrern gesprochen und mit 140.000 Kip (also 35.000 pro Kopf) für eine Fahrt zu den Wasserfällen sowie 2,5 Stunden Aufenthalt einen guten Deal herausgeschlagen. Um 9 Uhr wurden wir am Hotel abgeholt und dann ging es auf eine 45 Minuten-Fahrt hinaus aufs Land. Vor Ort befindet sich neben den Wasserfällen auch ein Bärenpark, wo aus Gefangenschaft befreite Bären (sie werden vor allem zur Gewinnung von Bärengalle für traditionelle chinesische Arzneien qualvoll gehalten) einen schönen Lebensabend verbringen dürfen.. Hier verbrachten wir einige Zeit und bestaunten die vielen schwarzen Bären – wie sie miteinander spielten, im Wasser entspannten oder mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt waren.

Doch dann kam das eigentliche Highlight: der Wasserfall. Im Lonely Planet wird der Wasserfall als „skurril“ beschrieben – eine wirkliche Reiseempfehlung wird nicht ausgesprochen. Dabei ist dieser Ort so schön und sicherlich eines der Highlights unserer Reise. Wie oben beschrieben wanderten wir die Ebenen herauf und herunter und schossen diverse Selfies, um dann schließlich in eines der Becken zu springen. Hierfür hatten wir vorher extra unsere Badehosen mitgebracht und so schwammen wir an diesem Tag durch erfrischendes türkisfarbenes Wasser oder duschten in den Kaskaden – ein wahres Erlebnis! Wenn man über die Steine ins Wasser steigt, bekommt man übrigens ersteinmal einen kleinen Schreck. Etwas zuppelt und kitzelt an den Zehen – es sind kleine Fische, welche diese bearbeiten. So bekamen wir also auch noch gleich einen „Fish Spa“ dazu. Eine lustige Erfahrung!

Abends ging es dann noch einmal auf den Markt – hier trafen wir uns auf einen Feierabend-Drink und zusätzlich mit zwei Australiern, die seit zwei Jahren auf Weltreise sind und in 4 Wochen wieder in ihre Heimat zurückkehren. Es war sehr spannend, den Reise-Geschichten zu lauschen, zum Beispiel den Erlebnissen in Brasilien zur Zeit der Fußball-WM.

Tag 3 – Fahrrad fahren und Rumgammeln

Gestern haben wir diverse Reisebüros wegen der Weiterfahrt nach Vientiane abgeklappert und Preise erfragt. Diese erschienen uns alle etwas teuer und so haben wir entschieden, selbst zum Busbahnhof zu fahren, um dort Tickets zu kaufen. Mit dem ausgeliehenen Rad ging es die 4km zur Station und dort zahlten wir tatsächlich nur 100.000 Kip pro Person für einen „Localbus mit Air-Condition“ – damit also 30.000 bis 50.000 weniger als in diversen Reisebüros. Auf der Rückfahrt stoppten wir noch an einem Supermarkt (immer wieder spannend, dort die Klimaanlage zu genießen und bekannte oder unbekannte Produkte zu bestaunen. Es gibt hier zum Beispiel Ferrero Küsschen – die aber für 8 Euro die Packung verkauft werden). Auch eine Holzbrücke erkundeten wir noch, bevor wir zum Hotel zurückfuhren, weil es einfach zu heiß für sportliche Aktivitäten war. Nachmittags ging es dann zu viert in ein Café und dann gingen Julia und ich zu einem BBQ-Restaurant am Fluss. Hier hatte jeder auf seinem Tisch einen Kohle-Grill stehen – auf diesem wird eine Art Topf mit einer Aufwölbung gestellt. In der Mitte wird dann das Fleisch vom Buffet gebrutzelt und unten werden der Sud aufgefangen bzw. Gemüse und Nudeln gekocht. Das Ganze war eine spannende Erfahrung – schön, dass wir das mal ausprobiert haben. Danach gab es noch einen letzten Umtrunk am Markt mit den beiden Mädels. Es ist immer wieder schön, temporäre Reisegefährten zu haben und wir hatten schöne Tage mit den beiden in und um Luang Prabang!

Geschichten aus Luang Prabang

Luang Prabang ist wirklich eine schöne Stadt und definitiv eine der schönsten Stationen auf unserer Reise. Hier gab es außerdem ein richtiges Kleines-Dorf-Gefühl. Immer wieder begegneten wir in den 4 Tagen anderen Passagieren von unserer Mekong-Reise. Wir sind auch immer zum gleichen Stand am Markt, bei dem wir uns je nach Lust und Tageszeit mal einen Eiskaffee, einen Lemon-Mint-Soda oder einen Passionsfrucht-Ananas-Bananen-Shake geholt haben. Die Laotin am Stand hat sich immer gefreut, uns zu sehen. Einmal hatten wir nur noch 10.000 Kip und daher nur ein Getränk bestellt – auf einmal kam sie lächelnd mit zwei Getränken an („Free! Free!“). Voll Süß!

Total freundlich waren auch die Menschen bei unserem Hotel – dem Singharat Guest House – immer wieder wurden wir mit Säften oder Obst überrascht. Einmal war unsere abgegebene Wäsche am nächsten Tag nicht fertig. Auch am übernächsten Tag war sie nicht fertig. Das Problem: Es war 22 Uhr und um nächsten Morgen um 8 Uhr mussten wir zum Bus aufbrechen – wir wollten also sichergehen, dass die Wäsche definitiv dann zurück ist. Leider verstand man uns nicht so recht. Uns hätte ein Anruf bei der Wäscherei mit der Info, dass die Wäsche dort ist und man sie morgens abholt, gereicht. Jedoch wurden auf einmal diverse Schlafende geweckt und als wir im Hotelzimmer waren, klopfte auf einmal jemand mit unserer Wäsche. Ein bereits schlafender Laote ist besoffen aufs Moped gestiegen, um unsere Wäsche zu holen – er hatte sie dort vergessen. Ohjee! Das wäre nun nicht nötig gewesen – aber der Grad der Verständigung ist halt manchmal nicht so hoch. Aber dieser Einsatz und die Gastfreundschaft dafür um so mehr.

Zum Schluss noch ein Schock am letzten Tag. Wir gehen abends gutgelaunt und über die schönen Tage redend zum Hotel zurück. Auf einmal sehen wir Menschentrauben, die links und rechts der Straße stehen. Mitten auf der Straße steht ein Polizeiauto, außerdem liegt ein Mensch unter einem weißen Tuch. Oh nein! Geschockt laufen wir weiter zum Hotel und sprechen am nächsten Morgen den Hotelangestellten darauf an. Der meint nur lapidar: „Don´t worry – that happens every day!“. Er wiederholt nochmal: „Kein Grund zur Aufregung!“. Auch das ist Asien. Es gibt viele Menschen hier. An diesem Abend leider einen jungen Laoten weniger.

Auf dem Mekong nach Luang Prabang

Nach Chiang Mai, unserer letzten Station in Thailand, ging es weiter in Richtung Laos. Wir wollten bei Chiang Khong bzw. Huay Xai die Grenze überqueren und dann mit einem Schiff auf dem Mekong bis Luang Prabang fahren. Da das eine relativ verbreitete Backpacker-Route ist, wurden in Chiang Mai an jeder Ecke Touren verkauft, bei denen man sich um (fast) nichts mehr selbst kümmern muss. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für eine solche Tour, da uns das Sparpotenzial bei eigener Organisation nicht so groß erschien (und weil wir faul sind). Die Angebote in Chiang Mai lagen preislich zwischen 1600 und 1900 Baht pro Person, wobei kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern ersichtlich waren – die meisten konnten uns auch z.B. über das Hotel in Chiang Khong gar keine Auskunft geben. Letztendlich entschieden wir uns aus dem Bauch heraus für das Angebot eines überzeugend auftretenden Verkäufers in einem klimatisierten Tourismus-Büro (ich wäre am liebsten bei ihm sitzen geblieben).

Chiang Mai nach Chiang Khong

Am Dienstag, den 8. März ging es zunächst mit dem Minivan in Richtung Chiang Rai, dort machten wir eine Pause am Wat Rong Khun, dem weißen Tempel, der ein bisschen wie das thailändische Disneyland wirkt. Der Tempel, obwohl noch nicht einmal fertig gestellt, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, besonders für die Selfie-versessenen Chinesen. Man kann keinen Schritt tun, ohne in ein Foto zu laufen… Aber der völlig weiße Tempel mit den vielen kleinen Spiegeln und den großen Zierfischen gibt auch wirklich ein schönes Hintergrundmotiv ab. Anschließend ging es weiter nach Chiang Khong, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Laos. Dort wurden wir und die anderen 11 Reisenden aus unserem Minivan in einem eher bescheidenen Hotel einquartiert. Immerhin gab es einen Pool, so konnten wir noch ein bisschen in der Abendsonne planschen, bevor es Abendessen gab.

Die Grenzüberquerung nach Laos

Am nächsten Morgen wurden wir in unserem Bus zur 4. thailändisch-laotischen Freundschaftsbrücke gebracht, wo wir die Grenze zu Laos überquerten. Dazu mussten wir erst auf der thailändischen Seite aus Thailand „ausreisen“ und dann mit einem speziellen Bus, der 20 Baht pro Person kostet, die Brücke überqueren – es wäre ja zu einfach, die paar Meter zu laufen. (Nützliche Information für Reisende: Am Schalter für die Bustickets wird einem suggeriert, man müsse jetzt seine restlichen Baht gegen laotische Kip eintauschen, das ist aber nicht der Fall! Erstens kann man in Laos gut mit Baht bezahlen, und zweitens wird einem auf der laotischen Seite ein viel besserer Wechselkurs angeboten.) Auf der laotischen Seite mussten wir diverse Unterlagen ausfüllen und unseren Pass abgeben, den wir dann nach Zahlung von 30 Dollar pro Person mit einem wunderschönen nagelneuen Visum versehen an einem weiteren Schalter abholen konnten.

Fahrt mit dem Slow Boat von Huay Xai nach Pak Beng

Nach einer Wartezeit von 90 Minuten (wie üblich ohne jegliche Information) wurden wir mit einem Bus zum Bootsanleger von Huay Xai gefahren, wo man uns unsere Pässe abnahm, „um damit Tickets zu kaufen“. Ich glaube ja, dass sie das nur gemacht haben, um amüsiert zuzuschauen, wie sich ca. 100 Touristen bemühen, ihren Pass in einem großen Haufen wiederzufinden. Nach der großen Sucherei zockelten wir hinunter zum Boot, um festzustellen, dass es schon fast voll war. Dachten wir. Die Belegschaft war anderer Meinung und winkte uns fröhlich an Bord. Jeder musste brav seine Schuhe ausziehen und in einer Plastiktüte verstauen, dann sein Gepäck in den Maschinenraum bringen und durfte dann einen Platz suchen. Schon nach wenigen Minuten war das Boot hoffnungslos überfüllt. Wir saßen auf zwei ehemaligen Bussitzen, die im Eingang des Bootes standen. Jens, der schon gelesen hatte, dass die Bootsbetreiber versuchen, ihre Boote gefährlich zu überfüllen, um ja kein zweites Boot einsetzen zu müssen, versuchte, eine Meuterei anzuzetteln. Allerdings interessierte sich kaum ein anderer Tourist für sein Bemühen (und das Personal erst recht nicht) und so fuhren wir mit 140 Mann auf einem Boot, das eigentlich maximal 70 Leute befördern sollte, den Mekong hinunter.

Die wirklich wunderschöne Aussicht konnten wir aufgrund der Übervölkerung des Bootes an diesem ersten Tag nicht so richtig genießen. Auf halber Strecke gerieten wir dann auch tatsächlich fast in Seenot: An einer engen (und vermutlich weniger tiefen) Stelle des Mekong verlor der Kapitän irgendwie die Kontrolle über das Schiff und wir näherten uns gefährlich den Felsen am Ufer. Das Personal wurde zunehmend hektisch und schließlich sprang einer von ihnen in voller Montur ins Wasser, schwamm an Land und versuchte, das Schiff mit einem Seil aus dem Gefahrenbereich zu ziehen?! Immerhin kollidierten wir nicht mit den Felsen, sondern nur mit einer Fischerei-Konstruktion aus Bambus am Ufer. Nach mehreren Minuten hektischer Arbeit des Personals (uns hat natürlich niemand über irgendwas informiert) konnte der Motor wieder gestartet werden und wir fuhren ein paar Meter flussaufwärts, wo wir anlegten und die Crew ca. 20 Minuten an irgendetwas arbeitete (Reparatur? Ballast abwerfen? Wir wussten es nicht). Danach passierten wir die Engstelle unfallfrei und fuhren weiter… Das war vielleicht ein Erlebnis!

Der Rest der Fahrt verlief glücklicherweise ereignislos. Als wir in Pak Beng, einem kleinen Dorf am Mekong, anlegten, wurden wir sofort von Mitarbeitern der Hotels umringt, die ihre Zimmer anpriesen. Sogar die waren fassungslos darüber, wie voll das Boot geladen war…

Wir bezogen ein etwas heruntergekommenes Hotelzimmer nahe des Flusses, für das wir allerdings auch nur 70.000 Kip, knapp 8 Euro, zahlten. Die vier bis fünf Restaurants, die die Straße säumten, hatten allesamt exakt die gleiche Speisekarte (mit identischen Fehlern). Wir aßen zusammen mit Cara und Sabrina, die wir auf der Fahrt kennengelernt hatten, in einem Restaurant, das einen Mitarbeiter hatte, dessen einzige Aufgabe es zu sein schien, mit den Gästen gratis Bananenwhiskey-Shots zu bechern. Natürlich alle aus den gleichen fünf Schnapsgläsern!

Slow Boat von Pak Beng nach Luang Prabang

Am zweiten Tag machten sich die meisten Reisenden viel zu früh auf den Weg zum Ufer, um auch ja einen Platz zu bekommen. Wir lernten in unserem Hotel drei Iren kennen, die den ganzen gestrigen Tag im Maschinenraum verbringen mussten und dadurch reichlich traumatisiert erschienen. Die drei waren schon 90 Minuten vor der Abfahrt am Pier. Aber wir bekamen am zweiten Tag tatsächlich zwei Boote! Was für eine Freude, was für ein Luxus. Anscheinend hatten die Bootsbetreiber aus dem Vorfall am Vortag gelernt. Und so schipperten wir glücklich und gemütlich den Mekong entlang und konnten tatsächlich die Aussicht genießen: Zufrieden grasende oder im Wasser entspannende Wasserbüffel, spielende Kinder, Wäsche waschende Frauen, Fischer, atemberaubende Landschaften… Es war wirklich total schön. Kurz vor Luang Prabang fuhren wir auch an den Pak Ou-Höhlen vorbei, in denen hunderte „ausrangierter“ Buddha-Statuen stehen.

Kurz danach kamen wir in Luang Prabang an. Naja, fast – wir hatten schon davon gelesen, dass die Slow Boats neuerdings 10 km außerhalb der Stadt anlegen – ganz offensichtlich ist der einzige Grund, dass die Tuktuk-Fahrer an den Touristen verdienen. Zähneknirschend mussten wir die 20.000 Kip pro Person hinblättern, da sich die Fahrer nicht herunterhandeln ließen und weit und breit keine weiteren – unabhängigen – Tuktuks zu sehen waren.

 

Der grobe Reiseplan steht

Wie viel Struktur und wie viel Spontanität sollte eine 10wöchige Reise haben? Hier muss man wohl den richtigen Kompromiss finden. Unser Vorgehen war, dass wir sicherheitshalber – da es sich an vielen Orten um die Hauptreisezeit handelt – schon einmal alle wichtigen Flüge im Vorhinein gebucht haben. Außerdem haben  an den Rändern (also zu Beginn der Reise und am Ende) schon einmal Hotels gebucht – aufgrund der Flugdaten wissen wir, wo wir dann sind – oder wo wir zu mindestens sein sollten 😉

Die ersten 2einhalb Wochen sind also nun fest und auch die letzte Woche ist gebucht. Und mittendrin haben wir viel Flexibilität für spontane Routenänderungen!

Thailand (nur Bangkok)

Los geht es in Thailand. Hier landet unser Flieger und bei einem 3tägigen Aufenthalt in Bangkok haben wir etwas Zeit, in Asien anzukommen bzw. uns etwas zu klimatisieren. Außerdem können wir in Bangkok noch einige Erledigungen für den Rest der Reise machen.

Myanmar

Gleich zu Beginn erleben wir dann ein Highlight unserer Reise: Es geht nach Myanmar! Da es unterschiedliche Angaben zu möglichen Einreisemöglichkeiten gab, haben wir uns für die sichere Variante – eine Einreise per Flugzeug – entschieden und deshalb einen Hin- und Rückflug von Bangkok nach Yangon (Rangun) gebucht. In den zwei Wochen im Land werden wir erst in Yangon bleiben, dann nach Began reisen, von dort nach Mandalay und schließlich zum Inle-Lake.

Da es oft hieß, dass der Februar die größte Reisezeit ist und es aufgrund des touristischen Aufschwungs oft mehr Reisende als Betten gibt, haben wir hier schon alle Hotels gebucht – allerdings oft mit Stornierungsmöglichkeiten bei zu einem Tag vorher. Reisen werden wir mit Zug, Boot und Bus. Tickets hierfür besorgen wir vor Ort und hoffen, dass wir dann noch mitgenommen werden sowie gute Plätze erhalten.

Thailand (diesmal richtig!)

Nach unserem Aufenthalt in Myanmar geht es schließlich zurück nach Thailand – diesmal für länger. Hier wissen wir noch nicht, ob wir Richtung Norden gehen oder es uns nach den relativ durch getakteten ersten beiden Wochen erstmal an den Strand zieht. In Thailand bleiben wir insgesamt etwa 12 Tage – mal sehen, ob es eine der hier genannten Routen wird.

Laos

Entweder bei Huay Xai oder Vientiane geht es dann nach Laos. Hier wollen wir Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng ansehen – die genaue Reiseroute steht aber noch nicht fest. Eingeplant sind jedenfalls 9 Tage.  Irgendwann geht es dann entweder mit dem HorrorBus oder mit dem Flugzeug (fall wir ein günstiges Angebot finden oder spontan keine Lust auf eine 24-Stunden-Busfahrt haben) nach Hanoi!

Vietnam

Etwa 13 der bei Visa-on-Arrival möglichen 15 Tage wollen wir in Vietnam bleiben. Zunächst entdecken wir Hanoi und die Halong Bucht – danach soll es mit dem Zug südwärts bis nach Ho Chi Minh City / Saigon gehen – mit Zwischenstopps in Hue und Hoi An.

Kambodscha

Schließlich geht es vorrausichtlich über den Landweg nach Kambodscha. Hier haben wir 11 Tage eingeplant, damit wir noch einmal am Strand entspannen können. Endziel ist dann die Tempelanlage Angkor Wat  bei Siem Reap. Hier sind wir relativ flexibel vor unserem gebuchten Flug, da man dort aufgrund der Größe sowohl einen Tag oder auch 2-3 Tage verbringen kann. Dann geht es mit dem Flieger nach..

Malaysia

..Kuala Lumpur. Dieser Flug war günstiger als ein Direkt-Flug nach Singapur und so haben wir noch einen Tag bzw. 2 Nächte, um die Hauptstadt von Malaysia etwas kennenzulernen.

Singapur

Mit einem 20-Euro-Flieger geht es dann zum letzten Ziel unserer Reise. Hier haben wir noch 3 Tage, bevor dann abends der Rückflug über Helsinki nach Deutschland ist.

 

Was haltet ihr von der Route? Was würdet ihr anders machen?

 

 

 

 

 

 

 

Wolle mer se rein lasse? Über Visa in Südostasien

Ein Visum ist laut Wikipedia die Bestätigung eines fremden Landes, dass dem Passinhaber die Einreise, Durchreise und der Aufenthalt erlaubt ist. Am hilfreichsten bezüglich der Visums-Informationen sind die Botschaften der einzelnen Ländern. Da die Informationen dort jedoch oft relativ unübersichtlich sind,  tragen wir hier unsere gesammelten Informationen (Stand: Januar 2016) zusammen – die Angaben sind natürlich ohne Gewähr.

Thailand

Hier dachten wir, dass die VISA-Bestimmungen besonders einfach bzw. backpacking-freundlich sind. Jedoch haben sich die Visumbestimmungen dummerweise im November 2015 geändert und man kann den nun veralteten Informationen im Internet nicht mehr uneingeschränkt vertrauen. Selbst die thailändische Botschaft bietet unterschiedliche Informationen.

Offiziell bekommt man bei der Einreise 30 Tage. Wer allerdings mehrfach ein- und ausreisen möchte, benötigt laut der thailändischen Botschaft ein besonderes Visum (Tourist Visa M), welches 150 Euro kostet und viele Anforderungen an den Antragsteller beinhaltet.

Da wir allerdings nur einige Tage in Bangkok bleiben wollen, dann per Flugzeug nach Myanmar reisen und schließlich erst dann weiter in Thailand reisen wollen, erscheint uns das letztere Visum etwas unsinnig – zumal wir ingesamt weniger als 30 Tage im Land sind. Und tatsächlich: Im aktuellen und scheinbar gut recherchiertem Blog flashpacking4life heißt es, dass  „Personen die 1 bzw. maximal 2 mal mit Einreiseerlaubnis einreisen wollen, mit Nachweis eines Flugtickets keine Probleme bekommen“. Um ganz sicher zu gehen, haben wir noch einmal bei der thailändischen Botschaft in Berlin nachgefragt. Auch hier versicherte man uns, dass eine erneute Einreise mit gültigem Reisepass kein Problem ist.

Genau wissen wir allerdings auch nicht – mehr werden wir dann wohl erst nach unserem Aufenthalt in Myanmar wissen – drückt uns die Daumen, dass alles gut geht!

Myanmar

Definitiv ein Visum benötigt man dagegen für Myanmar (Burma). Gerne wären wir über den Landweg von Thailand eingereist – hier gibt es derzeit 4 offenen Grenzübergänge (Mae Sot / Myawaddy , Mae Sai / Tachileik, Phunaron (Phu Nam Ron) / Htee Kee sowie Ranong/Kawthaung). Die Grenzübergänge sind auf der informativen Webseite go-myanmar.com gut beschrieben – allerdings ist die Einreise laut dem Blog allerdings nur Thailändern vorenthalten.

Es bleibt also nur die Einreise über Flugzeug – dazu benötigt man ein E-Visum, welches auf einer speziellen Webseite online beantragt wird und dann innerhalb einer Woche zugestellt wird. Für die Beantragung muss man den Einreise-Flughafen sowie die Adresse der ersten Übernachtung angeben, ein Passfoto hochladen und u.a. die berufliche Tätigkeit benennen. Die Webseite ist etwas holprig, es gibt Verbindungsabbrüche und nervige Popur-Warnungen. Vorsicht: Nicht einreisen sollen scheinbar Nutzer mit einer E-Mail-Adresse mit einem Bindestrich. Jedenfalls kann eine solche Adresse in den Statusabfrage- und Kontaktformularen nicht genutzt werden.

Das E-Visum bekomm man dann nach 3 Werktagen, unsere waren zum Teil schon schneller da – allerdings haben wir beide keine E-Mail-Benachrichtigung mit einem PDF erhalten sondern mussten uns selbst einloggen und dort dann das PDF entdecken bzw. herunterladen.

Hat man ein E-Visum erhalten, hat man 30 Tage Zeit für die Entdeckung von Myanmar.

Laos / Kambodscha

Laut Reiseführern gibt es die Möglichkeit, problemlos Visa-on-Arrival zu erhalten. Diese berechtigen für einen 30tägigen Aufenthalt. Man kann auch vorher ein Visum beantragen – aber der Prozess an der Grenze soll einfacher und auch kostengünstiger sein – auch wenn man an der ein oder anderen Grenze eventuell sogenannte Stempelgebühren an den diensthabenden Grenzposten zahlen muss.

Vietnam

Hier bekommt man bei der Einreise eine Aufenthaltsdauer von 15 Tagen. Wir könnten vorher ein Visum beantragen – da uns allerdings die 15 Tage reichen, verzichten wir auf die Extrakosten. Falls wir unterwegs auf die Idee kommen, doch länger hier zu bleiben, würden wir das Visum von unterwegs beantragen.

Malaysia / Singapur

Sowohl in Malaysia als auch Singapur  benötigt man als deutscher Staatsbürger kein Visum.

 

Eine Übersicht aller VISA Bestimmungen für Asien findet ihr auch im Blog Backpacking Asien.