Von Mandalay nach Kalaw – eine Busfahrt der anderen Art

Posted from Kalaw, Shan, Myanmar (Burma).

Heute war einer dieser Reisetage, an dem wir meist den ganzen Tag unterwegs sind, um den Ort zu wechseln. Heute ging es von Mandalay mit dem Bus nach Kalaw– für die 212km Entfernung sollte der Bus laut Google Maps fünf Stunden benötigen.

Gefreut bei der Buchung hatten wir uns darüber, dass wir nicht mit einem Taxi zu irgendeinem außerhalb der Stadt liegenden Busbahnhof fahren müssen, sondern von einem Mini-Bus abgeholt werden. Dieser sollte um 8:30 Uhr kommen.

Dummerweise war es dann doch schon 8:00 Uhr, als dieser Mini-Bus kam und so haben wir unser zum Glück bereits gepacktes Gepäck schnell zusammengesucht und fluchtartig unser Hotelzimmer verlassen. Scheinbar ging es anderen Passagieren in dem Neunsitzer ähnlich – so warteten wir vor den meisten Hotels meistens 10 Minuten.

Trotzdem schafften wir es noch rechtzeitig zum Busbahnhof, wo unser Bus um 9 Uhr losfahren sollte. Unser Fahrer stieg ohne Erklärungen aus. Dann wurde es 10 vor 9. 5 vor Neun. Neun! 5 nach Neun…Dann kam unserer Fahrer wieder und stieg ohne etwas zu sagen ein…um dann weiterzufahren.

Wir wussten nicht so recht, ob wir es mit einem Entführungsfall zu tun hatten, ob der Fahrer den Weg zum Bus nicht wusste oder wir diesen verpasst hatten und ihn nun einholen wollten. Nachdem wir eine Stunde unterwegs waren und auf Google Maps ersichtlich war, dass die Route Richtung Kalaw stimmte, nahmen wir einfach an, dass dies wohl auch der Bus in Richtung Kalaw war.

Und ja – er brachte uns tatsächlich nach Kalaw. Hier ist noch erwähnenswert, dass die letzten 2 Stunden auf und ab durch Serpentinen, enge Kurven und Abgründe auf einer Seite ging. Unser Fahrer ließ sich davon nicht beeindrucken –  schnell ging es um die Kurven und wenn er überholen wollte und keine Einsicht hatte, hupte er einfach und setzte dann zum Überholen an. Meist ging dies auch gut – nur einmal hatten wir dummerweise ein entgegenkommendes Auto auf unserer Spur. Aber irgendwie ging alles gut (auch wenn dies in unseren Köpfen anders aussah) und schließlich kamen wir dann ja auch in Kalaw an.

Dort liefen wir noch ein wenig durch die Stadt, über den Markt, holten und ein Ticket für die morgige Trekking-Tour und aßen in einem hoch gelobten Nudel-Restaurant.

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