Fazit: Kambodscha

Unsere Reise neigt sich dem Ende zu – nach Myanmar, Thailand, Laos und Vietnam ist Kambodscha nun das letzte Land unserer Reise, das wir kennenlernen durften. Danach geht es nur noch nach kurz nach Kuala Lumpur sowie Singapur, von wo wir mit Finnair wieder zurück nach Deutschland fliegen.

In Kambodscha waren wir an insgesamt 3 Orten. Zuerst dort, wo der Pfeffer wächst, dann in der dynamischen Hauptstadt des Landes und schließlich am Ort der 1000 Tempel. Diese Regionen waren alle sehr unterschiedlich und doch haben wir uns überall sehr wohl gefühlt. Die Pfefferstadt Kampot stand repräsentativ für eine Kleinstadt im Land (manche sagen, es ist die schönste – nicht umsonst zieht es viele „Expats“ an) – hier ging es mit dem Tuktuk über das sehr schöne Land und zu Fuß oder mit dem Rad durch die Stadt. Auch Phnom Penh als Stadt hat uns gut gefallen – sie ist verhältnismäßig klein und es gibt wenig wirklich große Sehenswürdigkeiten – dafür kann man aber wunderbar am Fluss sitzen oder in einem Park den Kambodschanern bei der Ausübung ihrer Lebensfreude zusehen. In Siem Reap schließlich kann man einige der schönsten Tempel der Welt bewundern – jeder für sich ist ein Highlight. Besonders gut gefallen haben uns die verwunschenen, vom Dschungel zurückeroberten Tempel – beeindruckend war aber auch das größte religiöse Gebäude der Welt – Angkor Wat.

Im Land hatten wir wieder dieses schöne Gefühl, herzlich Willkommen zu sein. Die Menschen waren trotz der leider doch sehr verbreitenden Armut gegenüber den Touristen sehr offen und freundlich. Auch das Essen hat uns wieder sehr gut geschmeckt. In Kampot waren wir eher in Touristen-Restaurants, dafür gab es in Phnom Penh und Siem Reap mehr Straßenküche – beides war sehr lecker. Auch wenn die Menge und Vielfalt wieder nicht an die von Thailand heranreichte.

Oft heißt es von Kambodscha, dass die Straßen in einem so schlechten Zustand seien. Das können wir so nicht bestätigen. Zu mindestens auf den Routen Kampot – Phnom Penh und Phnom Penh – Siem Reap sind diese im guten Zustand. Da hat man in Berlin teilweise mehr Schlaglöcher auf der Straße!

Besonders auffällig war es allerdings, dass Kambodscha im Müll erstickt. Am Straßenrand liegt sooo viel Müll und einmal sind wir an einem Restaurant vorbeigefahren, in dem zwischen den Tischen und mehrere Meter drum herum überall Plastikflaschen, Bierdosen und anderer Müll herumlag. Das haben wir so noch nie gesehen! Es gibt leider auch viele Kinder, die betteln – manchmal auch am Tisch, wenn man im Restaurant isst und dann in traurige Gesichter blickt.

Auffällig war auch, dass es im Land so viele junge Menschen gibt. Kambodscha hat einen Alters-Durchschnitt von knapp 21 Jahren – vielleicht aufgrund der traurigen Geschichte. Kambodscha war früher ein sehr fortschrittliches Land – man nannte es einst auch die Schweiz von Südostasien. Doch dann kam der Vietnamkrieg und schließlich die Roten Khmer. Aller Fortschritt und die Elite des Landes wurden eliminiert und das Land in die Steinzeit katapultiert. Nun gehört Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Welt und freut sich sicherlich über jeden Touristen, der dieses schöne Land für sich entdeckt.

 

 

 

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